Die geflügelten Bücher sind vor allem eine Formstudie. Hier untersuche ich, wie merkwürdig Bücher
aussehen können, wenn man ihnen ein wenig hilft. Oder sind es überhaupt noch Bücher, wo doch die
Seiten keinen Text enthalten und sich nicht durchblättern lassen? Es wirft die Frage auf was ein
Buch eigentlich ist.
Durch die rosafarbenen Deckel bekommen die Bücher etwas organisches (die Salzkörner wirken fast wie Poren darin) und
unterstützt durch die Form und die Federn erinnern sie plötzlich an papierne Vögel.
Geflügelte Bücher ist ein Objekt (Mobilé), das aus 16 einzelnen Büchern besteht. Die meisten von
ihnen (mit einer Ausnahme) sind auf koptische Art gebunden. Die Seiten der Bücher sind gefaltet,
die Bücher funktionieren nicht mehr als Bücher, da sie sich
nicht mehr schließen lassen. Die Falttechnik kann man so ähnlich manchmal bei Künstlern sehen,
die mit alten Büchern arbeiten und sie verändern.
Hier sind sie von Anfang an so gedacht gewesen, die gefalteten, nicht die
ausgebreiteten Seiten passen ins Buch, und sie sind nicht bedruckt, sondern noch ganz weiß und
blank. Das verwenedete Papier ist unterschiedlich und reicht von Hadernpapier über
Werkdruckpapier bis hin zu Standard Büropapier.
Die Deckel bestehen aus Salzteig, der mit rote Bete gefärbt wurde.
Weitere verwendete Materialien sind: Baumwollbänder, Leinenzwirn, Holzstäbe